Endlich waren Weihnachtsferien und die Kinder konnten nun den ganzen Tag ermitteln und sich auf die Suche nach dem Jesusbaby warten. Das war zum einen toll, aber andererseits wurde auch langsam die Zeit knapp. Das Jesusbaby wurde nun dringend in der Kirche gebraucht. Deswegen trafen sich die Kinder auf gleich früh am Morgen. Sie wollten wieder nach demselben Prinzip wie gestern vorgehen und auch am anderen Ende der Stadt Weihnachtslieder singen und dabei unauffällig beobachten. Da die Kinder so begeistert von dem Singen gestern erzählt hatten, kamen nun auch die Papas von Henry, Flora und Benedikt mit. Sie wollten die Kinder beim Singen unterstützen, aber auch beim Ermitteln helfen. Alle zogen sich warm an, denn heute war es sehr kalt. Als sie bei der Adresse klingelten, öffnete ihnen eine junge Frau, die in einer Hand eine dampfende Kaffeetasse hielt. „Soweit stimmt erst mal alles,“ flüsterte Flora den anderen zu. Die Kinder und Papas begannen zu singen. Auch diese Frau blickte freundlich, bat die Kinder aber nicht herein. Im Garten schien auch alles unauffällig. Schnell waren die Lieder gesungen, aber jetzt wussten sie nicht, was sie weiter tun sollen. Henry entschied sich für die Wahrheit: „Kennen sie Neubaukirche am anderen Ende der Stadt?“ fragte er deshalb. Die Frau nickte und sagte, dass sie dort schon einmal im Gottesdienst war. „Wissen sie,“ redete Henry weiter, „vor Kurzem wurde dort das Jesusbaby von der Krippe gestohlen und wir hören uns nun um, ob irgendjemand einen Hinweis darauf hat. Und? Haben sie etwas gesehen und gehört?“ Die Frau wurde nun sichtlich unruhig und antwortete ausweichend. Nils hatte inzwischen seine Telefonnummer auf einen Zettel geschrieben und übergab diesen der verblüfften Frau. Dabei sah er genau, dass an den lackierten Fingernägeln an einem Nagel ein kleines bisschen Farbe fehlte. Er sagte zu der Frau: „Wenn ihnen noch etwas einfällt, melden sie sich gern bei uns. Wir werden jetzt wichtigen Hinweisen nachgehen über das Versteck der Figur.“ Die Kinder verabschiedeten sich und gingen mit ihren Vätern um die Ecke. „Das war ziemlich clever, ihr Beiden!“, meinte nun Benedikt. Flora nickte anerkennend. „Warum?“ fragten nun die Väter.
Was wollten die Kinder damit bezwecken, dass sie von dem Diebstahl erzählten und um Hinweise baten?