Sie hatten die Köpfe zusammengesteckt und sahen gemeinsam eine Karte von Plauen an. Wo wohnten die Kundinnen der Firma? „Zwei Adressen können wir zu Fuß erreichen.“, meinte Nils, „Die sind nicht weit von uns entfernt. Bei der dritten brauchen wir wieder Hilfe von unseren Eltern. Die erreichen wir nach der Schule nicht. Oder nehmen wir die Straßenbahn?“ Die Kinder berieten nun, was das Beste sei. Sie einigten sich darauf, dass sie morgen zunächst zu den beiden Adressen in der Nähe gehen wollten. Falls es nötig sein sollte, suchten sie übermorgen die dritte Frau auf. „Wie wollen wir das nun machen? fragte Benedikt. „Wir können doch nicht einfach hingehen und fragen, `Haben sie das Jesusbaby aus unserer Kirche gestohlen?` Da antwortet uns doch kein Mensch drauf. Das ist doch viel zu plump.“ Wieder überlegten die Kinder. Man sah schon fast ihre Köpfe vor Anstrengung rauchen. Sie überlegten sich, ob sie zu einer Notlüge greifen sollten und den Frauen einfach eine komische Geschichte erzählen sollten. Aber so richtig wohl fühlten sie sich auch nicht dabei. Vielleicht könnten sie den Leuten auch etwas Gutes tun, nur was? „Ich hab´s“, sagte Henry.
Habt ihr auch eine gute Idee, wie sie sich unauffällig umhören können?