Nach der Schule fuhren die Kinder noch einmal zur „Firmum domum“. Nils Mama fuhr sie hin und wartete dann im Auto während die Kinder allein zur Rezeption gingen. Freundlich blickte sie der Mann an der Rezeption an. „Na, euch kenne ich doch. Ihr wart ja schon gestern hier. Habt ihr was vergessen?“ Mutig erzählten die Kinder nun – diesmal nicht durcheinander, sondern nacheinander - was in den letzten Tagen passiert war und was sie vermuteten. Sie stellten auch die Frage, ob in letzter Zeit Kundinnen hier waren, denen möglicherweise eine Visitenkarte ausgehändigt wurde. Natürlich bräuchten die Kinder dann auch eine Adresse, bei der sie nach dem Jesusbaby suchen könnten. Der Mann am Empfang ließ die Kinder Platz nehmen. Es war selbstverständlich, dass er alles erst einmal mit dem Chef besprechen musste. Dieser sollte entscheiden, ob die Kinder eine Adresse bekommen könnten oder nicht. Ungeduldig warteten die Kinder nun die Antwort. Jede Minute fühlte sich wie eine Stunde an. Die Zeit schien still zu stehen. Endlich kam der Chef persönlich zu ihnen. Er setzte sich und redete im Flüsterton mit ihnen: „Eigentlich dürfte ich euch keine Adressen rausgeben. Aber es ist auch nicht schön, wenn zu Weihnachten in eurer Kirchgemeinde das Jesusbaby fehlt. Es kommen eigentlich nur 3 Frauen in Frage, denn wir haben in der ganzen Zeit nur 3 Kundinnen gehabt, mit denen wir gearbeitet haben. Der Rest waren Männer. Hier sind ihre Adressen. Versprecht ihr mir, dass ihr die Adressen keinem anderen zeigt?“ Alle Kinder nickten ernst und stumm. Wortlos gab der Chef ihnen den Zettel mit den Adressen. Dann stand er auf und ging wieder in sein Büro. Die Kinder verabschiedeten sich noch schnell und fuhren wieder nach Hause.