„Schaut doch mal genau hin. Könnt ihr nichts entdecken?“ fragte nun Flora die Anderen. „Hier auf der Karte ist ein winziger roter Fleck.“ Die Jungen überlegten nun, was das sein konnte. Ihre Vorschläge waren Blut, Marmelade, Tomatensoße oder ein Stift. Doch Flora hatte längst herausgefunden, was es war: „Das ist natürlich Nagellack. Seht doch: Die Farbe ist ganz stark, nicht viel in das Papier eingedrungen und es glänzt ein bisschen. Und deswegen denke ich auch, dass es eine Frau ist. Oder benutzt ihr gerne roten Nagellack?“ Jetzt rollten die Jungen mit den Augen. Natürlich benutzten sie keinen Nagellack. Flora hatte richtig gesehen. Wie gut, dass sie dabei war. Die Jungen hätten es vielleicht wirklich übersehen oder anders gedeutet. „Und was machen wir jetzt mit dieser Erkenntnis?“ Benedikt versuchte schon weiterzudenken. Henry hatte diesmal einen guten Vorschlag: „Lasst uns morgen noch mal zu der Firma fahren. Mein Papa hat mir erzählt, dass es die Firma noch nicht so lange gibt, höchstens ein Vierteljahr. Das heißt die Visitenkarten werden noch nicht lange ausgegeben. Wir könnten der Frau an der Rezeption von dem Diebstahl erzählen und dass wir eine Frau dahinter vermuten. Vielleicht kann sie uns ja einen Tipp geben, ob sie sich an eine Dame mit Nagellack erinnern kann.“ Die anderen Drei waren einverstanden. Müde und erschöpft gingen sie nun nach Hause und waren gespannt, was am nächsten Tag passieren würde.

Spuren weisen uns immer auf bestimmte Dinge hin: Der Tomatenfleck auf dem T- Shirt auf das Mittagsessen, der Baum ohne Blätter auf den Winter, der Schwibbogen im Fenster auf Weihnachten. Hast du heute schon Weihnachtsspuren entdeckt? Erzähle doch davon.