Zunächst sah es so aus, als wenn die Kinder dem Beamten, der Spurensicherung und dem Pfarrer nach draußen folgen würden. Doch als alle Erwachsenen in ein Gespräch vertieft waren, schlichen sich die vier Kinder zurück in den Kirchraum. „Lasst uns den Karton noch einmal genauer untersuchen“, meinte Flora. „Vielleicht finden wir was, dass die Erwachsenen übersehen haben.“ Nils stellte sich an die Kirchentür und wollte die Anderen warnen, falls noch mal ein Erwachsener zurückkam oder ihr Verschwinden bemerkte. Die anderen Drei untersuchten den Karton, wobei Henry Sichtkontakt mit Nils behielt. Überall im Karton war Stroh verstreut. „Der Täter hat also die Figur genommen und wahrscheinlich samt dem Stroh in einen anderen Behälter umgepackt, damit sie nicht kaputtgeht.“, meinte Benedikt. „Er braucht die Figur also im Ganzen und hält sie für wertvoll.“ „Klar“, flüsterte Nils, „das Jesusbaby ist ja auch das Wertvollste an Weihnachten. Ohne es würde es das Weihnachtsfest gar nicht geben.“ Weiter durchsuchten sie den Karton. „Da, ich hab etwas,“ sagte Flora leise. „Es ist eine Visitenkarte. Die gehört aber nicht hier rein.“ „Firmum domum – wir bauen ihr Haus“ stand dort als Überschrift. „Habt ihr schon mal davon gehört?“, fragte Flora. „Ich glaube, das ist eine neue Firma, die Häuser baut. Sie liegt in dem neuen Gewerbegebiet, dass es seit letztem Jahr in unserer Stadt gibt. Mein Papa arbeitet manchmal für die.“, meinte Henry. „Aber was sollen wir denn jetzt machen? Es wird langsam dunkel und das Gewerbegebiet ist viel zu weit weg als dass wir dort alleine hinkommen.“, meinte Benedikt.
Was würdest du als Nächstes tun?