Ganz nahe gingen sie an die Schreibe heran und bekamen einen großen Schrecken. „Hey, da hat jemand die Scheibe eingeschlagen. Das Loch ist nicht riesig, gerade groß genug, dass man den Fensterhebel von innen öffnen und dadurch aufmachen kann.“, stellte Benedikt fest. Gerade wollte er es den anderen vormachen. „Nicht berühren!“ Henry schrie diese Worte fast. „Das ist jetzt ein Tatort. Vielleicht kann die Polizei ja noch Fingerabdrücke sichern.“ „Wir sollten auf jeden Fall einem Erwachsenen Bescheid sagen,“ meinte Flora, „die wissen, was dann weiter zu tun ist.“ Nils holte das Smartphone seiner Mama heraus und wählte die Nummer von Papa. „Besetzt“, sagte er, „bestimmt hat er wieder eine Pilzberatung. Das kann länger dauern.“ Die Kinder überlegten, wen sie noch anrufen könnten. Benedikts und Floras Papa war Fahrrad fahren und bräuchte eine ganze Weile bis er da war. Ihre Mama war zuhause mit dem kleinen schlafenden Bruder. Da war Anrufen sicher keine gute Idee, nicht dass der Bruder aufwachte. Bei Henry war es ähnlich. Auch er hatte einen kleinen Bruder, der gerade Mittagsschlaf machte. Henrys Papa dagegen war auf Montage und schwer erreichbar. „Dann bleibt uns nur noch eines übrig“, meinte Nils, „wir klingeln beim Pfarrer und hoffen, dass bei ihm jemand daheim ist.“ Schnell liefen sie zum Pfarrhaus und klingelten.
Gespannt warteten sie. Würde ihnen hier jemand öffnen?